"der/die Schwarze" und "die Herzliche"

Bedeutung von Namen und Übersetzung in andere Sprachen

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klingenlord
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"der/die Schwarze" und "die Herzliche"

Beitrag von klingenlord » Mi Nov 04 2009 18:51

Hier wieder einer meiner Versuche, einige Namen zu übersetzten-->

Zuerst einmal eine Frage-->
Angenommen, ein Name bedeutet einfach nur "schwarz", heisst er dann übersetzt
morn ?

Ich möchte gerade bei "schwarz" bleiben, doch nun übersetzte ich "die schwarze"/"schwarze" und "der Schwarze"/"schwarzer"!

Schwarz - morn
Männlich:


Mor(n)or , Mor(n)ir Bleibt das "N" im Namen oder fällt es weg?

Weiblich:


Mor(n)eth; Mor(n)il Gleiche Frage wie oben...

Ich möchte noch etwas übersetzten, und zwar "die herzliche"!

Herz - gûr

Somit müsste es heissen-->
gûreth, gûril

Grüsse

Klingenlord

Edit von Ithrenwen: Titel angepaßt und ins Namensforum verschoben

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klingenlord
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Beitrag von klingenlord » Do Nov 05 2009 17:56

Ich übersetzte es natürlich ins Sindarin! Sorry, dass ich das oben nicht erwähnt habe!

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klingenlord
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Beitrag von klingenlord » Sa Nov 07 2009 15:48

Ist das Korrekt so?

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Roman
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Beitrag von Roman » Sa Nov 07 2009 16:20

Mor(n)or , Mor(n)ir Bleibt das "N" im Namen oder fällt es weg?
Konsonanten fallen weg, wenn sich unaussprechliche Cluster ergeben, hier gibt es keinen Grund dazu. Die Endungen -or, -ir werden wohl eher mit Verben bzw. Verbstämmen benutzt (maethor, hador, bauglir, pedir), das passt hier nicht.
Was gehen würde, wäre morn + (n)dîr "Mann", was zu *mordir oder vielleicht *mornir führen würde (in *morndir würde z.B. der mittlere Konsonant wegfallen). Attestiert ist auch Morion 'black one' als Name von Morgoth - das ist zwar Quenya, kann in Sindarin aber genauso klingen.
Mor(n)eth; Mor(n)il
Hier würden alle vier Möglichkeiten gehen: *Morneth, *Mornil mit dem vollen Adjektiv, *Moreth, *Moril mit der Vorsilbe mor-. Attestiert ist übrigens als Name Morwen (die Mutter von Túrin).
Ich möchte noch etwas übersetzten, und zwar "die herzliche"!
Herz - gûr
Gûr bezeichnet die innere Stimme, die einem Ratschläge gibt; also sowas wie Intuition, aber ganz sicher keine Herzlichkeit. Hierfür könnte man etwas von fael 'fair minded, just, generous' bilden.

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klingenlord
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Beitrag von klingenlord » Sa Nov 07 2009 19:04

Danke dir erstmal!

Morion heisst also "die Schwarze". Wenn ich aber einen Namen habe, der nur "schwarz" bedeutet, wie übersetzte ich ihn dann? So etwa--> Morn?

Gut, für "die Herzliche" werde ich jetzt einen Namen mit "fael" bilden!

Hier mein Versuch-->

Faeleth , Faelreth , Faelril , Faelil
(Die letzten Beiden Namen klingen ein wenig komisch...)

Ailinel
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Beitrag von Ailinel » So Nov 08 2009 7:34

Morion heisst also "die Schwarze".
Wohl eher "der Schwarze".
Wenn ich aber einen Namen habe, der nur "schwarz" bedeutet, wie übersetzte ich ihn dann? So etwa--> Morn?
Na ja, das Wort ist das Adjektiv "schwarz".
Faelreth , Faelril
Ich verstehe nicht so ganz, woher jeweils das 'r' in den Namen kommt. Könntest du mir das ev. genauer erklären?

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klingenlord
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Beitrag von klingenlord » So Nov 08 2009 14:28

Faelreth , Faelril
Ich verstehe nicht so ganz, woher jeweils das 'r' in den Namen kommt. Könntest du mir das ev. genauer erklären?
Ja, das kann ich-->
Wenn ich mit einem Wort eine Person beschreiben will, zum Beispiel kämpfen - Kämpfer, dann muss ich ja ich Suffix an den Wortstamm hängen. Ich möchte die Weibliche Form, also im Fall von kämpfen, Kämpferin! Hier habe ich zwei Suffixe, die ich anwenden kann: -(r)eth, -(r)il. Ich dachte mir, ich könne selbst entscheiden, ob das ich das "r" verwende, oder nicht...

Morion heisst also "die Schwarze".
Wohl eher "der Schwarze".
Ist eigentlich logisch... dumme Aussage von mir, sorry :wink: !?


Wenn ich aber einen Namen habe, der nur "schwarz" bedeutet, wie übersetzte ich ihn dann? So etwa--> Morn?
Na ja, das Wort ist das Adjektiv "schwarz".
Ok... dann könnte ich evt. mal schwarz als Adjektiv, in Schwarz als Nomen umwandeln.
Versuche das gleich mal-->

Moras oder Moren - (Ich verstehe den Unterschied von einer "Charakteristischen Endung" und einer "(normalen) Endung" nicht! Könnte das mir jemand erklären?)


MFG

Klinge

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Glorfindel
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Beitrag von Glorfindel » So Nov 08 2009 17:37

Ich kann dir leider nicht genau den Unterschied zwischen den Endungen erklären, das überlasse ich Erfahreneren.
"Schwarz" (der/die/das) existiert im Deutschen so gar nicht. Es gibt "das Schwarze" falls du das meinst. In Sindarin können viele Adjektive gleichzeitig als Nomen verwendet werden. Demnach wäre morn sowohl schwarz als auch das Schwarze.

Ailinel
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Beitrag von Ailinel » So Nov 08 2009 17:53

Wenn ich mit einem Wort eine Person beschreiben will, zum Beispiel kämpfen - Kämpfer, dann muss ich ja ich Suffix an den Wortstamm hängen.
In deinem Beispiel ('Kämpfer') geht es eigentlich nicht darum, eine Person zu beschreiben, sondern darum, aus einem Verb ('kämpfen') ein so genanntes Nomen Agentis zu bilden, also ein Substantiv, das eine Person bezeichnet, welche die von dem Verb ausgedrückte Tätigkeit ausführt.

Im Fall von maethor ist der blanke Stamm MAK-, daraus entstand magor. Durch Anhängen eines Suffixes an den Verbstamm (der ja selbst schon das Suffix -ta enthält) ergab sich offenbar maethor (<*maktārō).
Genaueres zum Nachlesen siehe hier.
Ich möchte die Weibliche Form, also im Fall von kämpfen, Kämpferin! Hier habe ich zwei Suffixe, die ich anwenden kann: -(r)eth, -(r)il.
Es spricht einiges dafür, dass maethor geschlechtsneutral ist.
Aber selbst wenn das nicht so wäre - und wenn man also ein weiteres (weibliches) Suffix anhängen wollte – ist ja ganz offensichtlich, dass das 'r' hier nicht zum Suffix gehört, sondern bereits im Wort vorhanden ist (maethor + was auch immer).

Du wolltest aber vermutlich eher ein Suffix (-eth oder -il) an das Adjektiv fael anhängen.
Vergleiche auch den attestierten (männlichen) Namen Saelon.
Ok... dann könnte ich evt. mal schwarz als Adjektiv, in Schwarz als Nomen umwandeln.
Da es dir doch anscheinend um Namen geht - es spricht nichts dagegen, ein Adjektiv fallweise unverändert als Namen zu verwenden, vgl. Beren.

Ein mit Suffix abgeleitetes Substantiv 'das Schwarz' (bzw. ein derartiges Substantiv, bezogen auf eine andere Farbe) ist meines Wissens nicht attestiert. (Ich habe jetzt nicht Zeit nachzulesen.)

Mit der Endung -as ergäbe sich vielleicht *mornas, 'die Schwärze' -- sofern man es nicht vorziehen würde, das in diesem Sinn doch ohnehin passend erscheinende môr zu verwenden.


@Glorfindel: 'Das Schwarz' / 'das Blau' usw. gibt es im Deutschen natürlich schon.

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Glorfindel
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Beitrag von Glorfindel » So Nov 08 2009 18:09

Ja du hast Recht, jetzt wo ich es lese, macht es auf einmal Sinn. :P

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Beitrag von Roman » So Nov 08 2009 18:35

Faeleth , Faelreth , Faelril , Faelil
Hier habe ich zwei Suffixe, die ich anwenden kann: -(r)eth, -(r)il
-reth gibt es als Endung nicht, -ril schon (z.B. lethril fem. 'hearer, listener, eavesdropper'). -lr- würde zu -ll- werden wie in callon < kalrondō, aber -ron, -ril sind Varianten von -on, -il und es scheint dass die eine oder andere Form nach Klang vergeben wird. Nach l und einem Diphthong würde man -ril also wohl nicht benutzen.
Mit der Endung -as ergäbe sich vielleicht *mornas, 'die Schwärze' -- sofern man es nicht vorziehen würde, das in diesem Sinn doch ohnehin passend erscheinende môr zu verwenden.
Außerdem ist morn auch schon gleichzeitig ein Substantiv in Drego morn! 'Flee Night!'.

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Avorninnas
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Beitrag von Avorninnas » Mo Nov 09 2009 15:43

Aran hat geschrieben: Außerdem ist morn auch schon gleichzeitig ein Substantiv in Drego morn! 'Flee Night!'.
Exakt. Außerdem solte man sich daran erinnern, dass Tolkien ab und an auch einfach Adjektive (Beleg, Beren) als Namen verwendet, ohne sie zu substantivieren. und ohne weitere "Endung".Glorfindel hatte oben bereits darauf hingewiesen.

Reale Namen unterscheiden auch nicht so differenziert grammatikalisch. Ob du da jetzt einen Artikel davorsetzt oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Meistens kann und muss man ohnehin nur sinngemäß nach den inhaltlichen Bestandteilen übersetzen

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Roman
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Beitrag von Roman » Mo Nov 09 2009 16:56

Übrigens ist z.B. Karan ein Name für den Mars in den 'Notion Club Papers' (offenbar "der Rote" SD:220).

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Beitrag von Avorninnas » Mo Nov 09 2009 17:32

Klingt gut.
Ich staune immer wieder, wo du das alles hernimmst. *g* *Hut zieh*
Interessant, dann hätten wir also noch ein weiteres Beispiel für ein "endungsloses" Adjektiv als Bezeichnung bzw. Namen.

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klingenlord
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Beitrag von klingenlord » Mo Nov 09 2009 17:41

Danke Danke...

Dann geht also Faeleth, für "die Herzliche"?
Gibt es noch andere Varianten oder ist dies die einzige?

MFG

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