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Orophin
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Beitrag von Orophin » Do Aug 20 2009 14:47

Ich kann sie nicht alle in den Titel packen, also... Nutze ich das mal so.

Ich wurde gebeten die Website einer Freundin (die noch nicht online ist) zu überprüfen, bzw. die Quenya-Übersetzungen, die sie dort angebracht hat. Ich bin noch nicht sonderlich weit (sch*** Internet...), aber die Ergebnisse bzw. meine Überarbeitung würde ich gerne zur Kontrolle hier rein stellen.
Dann fange ich mal an.

Der Name der Website soll Morifea heißen - Blacksoul. (Ulkiger Weise fiel mir dazu das Beispiel Morinehtar ein.) Kann man das so lassen, oder lieber vll. Morfea, Mordofea oder was weiß ich? :D

Folgende Sätze:
Nan Morifëa.
Melin Isil ar lómë. Melin i quildë morniessë.
Tecin wendën i ëa carnyassë.


Nai hiruvatyë sailë.

Tencës ar tencës. Hlarnës lamma tecilo eressë.
Lencanës immo ar lá polës tyelë. Sinën tencës.

(Dazu habe ich auch gleich eine Frage, also zum ersten Satz. Soll heißen "Sie schrieb und schrieb". Ähm... Hört sich so für mich immer noch komisch an... Okay, das war jetzt keine Frage. *grins*)

Im Folgenden noch folgende Namen, bzw. Bezeichnungen:
Isilwendë (Mondmädchen) Dürfte ja eigentlich kein Problem sein.
Tecindë (Schreiberin)
Zuletzt geändert von Orophin am Do Aug 20 2009 15:26, insgesamt 1-mal geändert.

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*taurwen*
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Beitrag von *taurwen* » Do Aug 20 2009 15:12

Ich verstehe zwar leider kein Wort Quenya, aber heißt es nicht Isilwende (die zwei Punkte auf dem e kriege ich nicht hin) für Mondmädchen?

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Beitrag von Orophin » Do Aug 20 2009 15:26

*taurwen* hat geschrieben:Ich verstehe zwar leider kein Wort Quenya, aber heißt es nicht Isilwende (die zwei Punkte auf dem e kriege ich nicht hin) für Mondmädchen?
Ups!! Danke *taurwen*!!
Da hab ich mich doch glatt vertippt!
*editierengeh*

Ailinel
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Beitrag von Ailinel » Do Aug 20 2009 17:31

Die Schreibweise mit "ë" ist ja für deutschsprachige Leser nicht weiter bedeutsam, aber vielleicht soll es auf dieser Webseite in der üblichen Art geschrieben werden. Bei tences etc. ist aber kein "ë" erforderlich.

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Roman
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Beitrag von Roman » Do Aug 20 2009 22:06

Der Name der Website soll Morifea heißen - Blacksoul. (Ulkiger Weise fiel mir dazu das Beispiel Morinehtar ein.) Kann man das so lassen, oder lieber vll. Morfea, Mordofea oder was weiß ich?
Die Kombination -rf- geht schon, ist aber sehr selten (Arfanyaras(se), terfantie), möglicherweise sind es spätere analoge Bildungen. Allerdings wird *Morifea so komisch auf dem i betont. PE17:56,58 zeigt z.B., dass die Vorsilben ar-, ari- auch je nach Silbenstruktur des Wortes vergeben werden, bei einer langen betonten Anfangssilbe benutzt man ari- (so wie auch in den meisten Fällten mori: Morinehtar, Morifinwe, Moringotto, Morimando, morilinde), bei zwei kurzen Silben (wie eben fea) benutzt man ar-, aber auch falls ein 'agreeable consonant' vorhanden ist. Insofern muss der Author wohl selbst entscheiden, was besser klingt - möglich wäre wohl beides.
carnyassë
carinyasse
Soll heißen "Sie schrieb und schrieb". Ähm... Hört sich so für mich immer noch komisch an...
Klingt komisch, is' aber so. ;-) Man könnte auch eine frequentative Form benutzen - *tetences oder *tetécanes oder so (Imperfekt haben wir dazu nicht attestiert), aber ich weiß nicht, ob's besser klingt.

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Beitrag von Orophin » Fr Aug 21 2009 6:27

Aran hat geschrieben:Insofern muss der Author wohl selbst entscheiden, was besser klingt - möglich wäre wohl beides.
Gut, dann bleibe ich wohl bei *Morifea.
Man könnte auch eine frequentative Form benutzen - *tetences oder *tetécanes oder so (Imperfekt haben wir dazu nicht attestiert), aber ich weiß nicht, ob's besser klingt.
Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt... :shock: Aber gut, ich denke ich lasse es so, wie o.a., wenn das richtig bebildet ist, dient mir das gut genug. :-D

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Beitrag von Orophin » Mo Aug 24 2009 12:56

Weiter geht's... :D
Ein kurzer Text über Quenya.
Meine Schwierigkeit vorab: die Konstellation "wurde gesprochen", s.u.

Quenya minë lambëo eldaiva yára ná. I eldar acárnië Valimaressë.

Ranta Noldoro ólendë Endorenna as Fëanáro apa i lúmë anda Amanessë. San Quenya utúlië Endorenna.
Mal apa váquetië lambëo Aranen Sindacollo ta quetina në alolya, eressë Ondolindessë.



Quenya ist eine der elbischen Sprachen. Die Elben formten sie in Valinor.

Ein Teil der Noldor reiste nach der langen Zeit des Friedens in Aman zusammen mit Feanor nach Mittelerde. So kam Quenya nach Mittelerde.
Aber nach dem Verbot der Sprache durch König Thingol wurde sie kaum noch gesprochen, ausgenommen in Gondolin.

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Beitrag von Roman » Mo Aug 24 2009 18:38

Quenya minë lambëo eldaiva yára ná.
Ich würde sagen: Quenya mine imíca lambi eldaiva ná. Ich habe jetzt keine Unterlagen bei mir, aber imíca ging, glaube ich, mit dem Akkusativ. Ansonsten (i)mi lambion. Wenn man noch "alt" einbauen will, so Quenya yára imíca...
I eldar acárnië Valimaressë.
I Eldar mit Artikel würde sich auf eine vorher genannte Teilgruppe beziehen. Allerdings sind auch nicht alle Eldar Träger von Quenya. Vielleicht Calaquendi? Außerdem acáries mit Akk. -s.
Ranta Noldoro ólendë Endorenna apa i lúmë anda Amanessë.
Ranta ist ein frühes Wort, vielleicht besser asta Noldoron.
as Fëanáro
Ich würde lieber yo Feanáro schreiben, as- nur in Vorsilben (sonst führt Rhotazismus zu ar).
apa i lúmë anda Amanessë
Kein Grund für einen Artikel - apa anda lúme? Statt Amanesse ginge hier auch Amande.
San Quenya utúlië Endorenna.
Instrumental sinen.
váquetië lambëo Aranen Sindacollo
Arannen; und der Genitiv wird normalerweise vorangestellt: lambeo váquetie Arannen Sindacollo
quetina
quétina
alolya
Wieder ein frühes Wort.. Hier passt doch rimbave 'frequently' im Kontext.
eressë Ondolindessë.
hequa Ondolindesse
Meine Schwierigkeit vorab: die Konstellation "wurde gesprochen", s.u.
In einer frühen Átaremma-Version haben wir Passiv na carina mendelya mit einem Partizip (so wie im Text - das ginge also schon), später wird es aber zu na care indómelya. Nach dem zweiteren müsste man wohl sowas sagen wie (EDIT:) alarimbave quenter sa, mit einer unpersönlichen 3. Pl.-Form (außerdem bin ich für die späteren Pronomen, ta 'it' ist vor dem HdR, ta 'they' (unbelebt) nach dem HdR).
Zuletzt geändert von Roman am Di Aug 25 2009 16:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Thorsten » Mo Aug 24 2009 20:16

Quenya ist eine der elbischen Sprachen.
Ist das 'eine' hier ein unbestimmter Artikel ('Quenya ist eine elbische Sprache') oder wirklich als Zahl gemeint ('Quenya ist die erste elbische Sprache ueber die ich hier rede, die naechsten werden spaeter erwaehnt')? Das Zahlwort wuerde naemlich die erste einer Reihe bezeichnen, waehrend man den Artikel nicht uebersetzen wuerde.

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Beitrag von Orophin » Di Aug 25 2009 7:14

Thorsten hat geschrieben:Ist das 'eine' hier ein unbestimmter Artikel ('Quenya ist eine elbische Sprache') oder wirklich als Zahl gemeint ('Quenya ist die erste elbische Sprache ueber die ich hier rede, die naechsten werden spaeter erwaehnt')?
Hm... Ich verstehe das Problem. Dann müsste man auf "eine der Sprachen" zugunsten von "eine Sprache" verzichten. Wie sollte man das sonst übersetzen.
Das Zahlwort wuerde naemlich die erste einer Reihe bezeichnen, waehrend man den Artikel nicht uebersetzen wuerde.
Zudem wusste ich nicht, dass das Zahlwort eine Art Aufzählung auslösen würde. Nach meinem Verständnis hätte ich dann eher minya anstelle von mine benutzt. (?)

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Beitrag von Thorsten » Di Aug 25 2009 8:39

Tolkien macht schon ganz frueh eine Unterscheidung zwischen er 'one, single' und min 'one, first', siehe Eldarin Numerals.

Man wuerde dann zum Beispiel 'ein Ring...' im Ringgedicht als er corma... uebersetzen, weil es eben der einzige Ring seiner Art ist (das wird gerne uebersehen), aber min corma wenn von Nenya die Rede ist in einem Satz wie 'Ein Ring fuer Wasser, ein weiterer fuer Feuer...'. Also impliziert min eigentlich schon immer dass eine Aufzaehlung von anderen Dingen moeglich ist, er dass das nicht der Fall ist.

Dein Satz wird im Englischen klarer: Meinst Du 'Quenya is an Elvish language' oder 'Quenya is one of the Elvish languages' - im zweiten Fall ist automatisch klar dass eine Aufzaehlung moeglich ist, deren erstes Element grade genannt wird (es koennte also weitergehen 'and Sindarin is another') also ist min da nicht verkehrt.

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Beitrag von Orophin » Di Aug 25 2009 12:00

Thorsten hat geschrieben:'Quenya is one of the Elvish languages' - im zweiten Fall ist automatisch klar dass eine Aufzaehlung moeglich ist, deren erstes Element grade genannt wird (es koennte also weitergehen 'and Sindarin is another') also ist min da nicht verkehrt.
Das ist gemeint, ja. Allerdings glaube ich nicht, dass die Autorin noch auf Sindarin zurückkommt. Aber das ist ja egal.

Danke für die Hilfe!

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Beitrag von Orophin » Do Aug 27 2009 12:59

Weiter geht's. :wink:
Diesmal ein Text, der ja bekannt ist. Das Rätsel über Streicher. Dazu direkt eine Frage: Gibt es davon eine offizielle Quenya-Übersetzung? Soweit ich weiß gibt es ja eine Sindarin-Version, oder?

Hier mein Übersetzungsversuch, Anmerkungen und Zweifel unten. :biggrin:

Lá ilya malta mirilya,
Lá ilyë i ranyar hecil nar;
Yárëa ya tulca lá hesta,
Sundor núrar lá rahtar nixënen.

Nai cuivëa náro litsello,
Nai cálë tuia huinello;
Nai i hyanda i rácina në ceuta,
Nai i úrína aran ata ná.



All that is gold does not glitter,
Not all those who wander are lost;
The old that is strong does not wither,
Deep roots are not reached by the frost.

From the ashes a fire shall be woken,
A light from the shadows shall spring;
Renewed shall be blade that was broken,
The crownless again shall be king.


________________________________________
Gold: Metall oder Farbe?
Lost: vanwa oder hecil?
By the frost: Instrumental oder vielleicht Ablativ?
1. Zeile d. 2. Strophe: ???
2. Strophe: shall – nai?
Crownless: Präfix okay? Oder vielleicht ala-?

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Beitrag von Roman » Do Aug 27 2009 14:14

Gibt es davon eine offizielle Quenya-Übersetzung?
Was soll das denn sein? Von Tolkien gibt es keine Version, in VT38 gibt es einen alten Versuch von Ivan Derzhanski (Lá ilqua i maltie kalta...) und bestimmt findet man im Internet noch viel mehr Varianten, es ist ein recht populärer Text für Übersetzungen.
Lá ilya malta mirilya,
Hm, das würde ja bedeuten, dass ein Teil oder eine Sorte von Gold nicht glitzert. ;-)
Lá ilyë i ranyar hecil nar;
hecili
Sundor núrar lá rahtar nixënen.
núre und lá rahtaine/rahtane
Nai cuivëa náro litsello,
Náre; außerdem heißt es so "möge Feuer aus der Asche wachend sein" - ich würde doch eher ein Verb benutzen, um anzuziegen, dass es noch nicht erwacht ist, aber es tun soll, d.h. Nai cuivuva náre litsello (oder vielleicht eccoituva - das scheint aber transitiv zu sein).
In diesem Zusammenhang würde ich nai immer mit Futur benutzen, da sich der Wunsch ja auf die Zukunft bezieht. Vgl. Átaremma: na care indómelya (Gottes Wille soll jetzt und immer erfüllt werden), aranielya na tuluva (das Reich kommt in der Zukunft). Oder nai hiruvalye Valimar (irgendwann mal, denn jetzt musst du mit dem Ring nach Mordor), aber nai Eru tye mánata (generell, bzw. ab jetzt).
Nai cálë tuia huinello;
Hier wieder nai tuiuva.
Nai i hyanda i rácina në ceuta,
Passiv Na(i) ceutaina/ceutana; statt zweimal i zu benutzen würde ich beim Relativpronomen ya nehmen. Schließlich haben wir nun mit langem Vokal attestiert.
Nai i úrína aran ata ná.
Crownless: Präfix okay? Oder vielleicht ala-?
Für "-los" haben wir -lóra, -enca und Präfix nec-. Für "möge König sein" kann man einfach na aran sagen.
Gold: Metall oder Farbe?
Metall; sonst ist es für mich irgendwie eine Diskussion über Farbtöne.
Gold: Metall oder Farbe?
Beides geht, würde ich sagen.
By the frost: Instrumental oder vielleicht Ablativ?
Wie kommst du denn auf Ablativ?

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Beitrag von Orophin » Do Aug 27 2009 16:16

Aran hat geschrieben:Was soll das denn sein? Von Tolkien gibt es keine Version...
Ja das meinte ich damit. Ob es eine von Tolkien gibt. Also nein. Gut, weiß isch Bescheid. :biggrin: Danke!
Lá ilya malta mirilya,
Hm, das würde ja bedeuten, dass ein Teil oder eine Sorte von Gold nicht glitzert. ;-)
Oh... Vermutlich habe ich mich da zu sehr an der deutschen Übersetzung orientiert "Nicht alles was Gold ist funkelt". Dann lieber ilya malta úmë mirilya? (Gibt es das noch so, also úmë? Keine Ahnung was mir da grad im Kopf rumschwirrt, aber...)
Für "möge König sein" kann man einfach na aran sagen.
Ach du meinst, wo ná offensichtlich wäre, kann man es weglassen? (kann es nicht besser beschreiben, aber ich denke du weißt sicher wie ich das meine) Das mache ich so ungern. Weiß nicht, ich tu mich irgendwie schwer damit, was wegzulassen, selbst wenn es "richtiger" wäre...
Gold: Metall oder Farbe?
Metall; sonst ist es für mich irgendwie eine Diskussion über Farbtöne.
Ja, das dachte ich auch.
By the frost: Instrumental oder vielleicht Ablativ?
Wie kommst du denn auf Ablativ?[/quote]
*schwitz* Keine Ahnung. Das war wieder so ein Geistesblitz... Ich war am überlegen, was sonst noch passen könnte, weil ich nicht so recht wusste, ob Instrumental hier richtig ist. :biggrin:

Vielen Dank, Aran!!

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