Noch ein Tattoo (Jannis)

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Maewen
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Beitrag von Maewen » Mo Nov 23 2009 22:18

Thorsten hat geschrieben:
Die beiden Modi unterscheiden sich in diesem Falle nur dadurch, dass man in meinem Modus auch Ajnnis statt Jannis lesen kann, weil es so ne blöde Regel gibt, dass bei Diphthongen immer zuerst Tehta, dann Tengwa gelesen wird, obwohl dies bei allen anderen Konsonanten nicht der Fall ist.
Du wirst Dir in einem Forum das sich mit dem Studium von Tolkien's Sprachen und Schriften beschaeftigt kaum Respekt erwerben wenn Du eine Regel als 'bloed' beschreibst. Das ist kein sehr sinnvolles Urteil und verraet nichts ueber Deinen Geschmack hinaus.
Wenn ich das richtig verstanden habe, sprach Thaliviel von ihrem eigenen Modus. Wobei ich dabei nicht verstehe, warum du, Thaliviel, deine eigenen Regeln als blöd bezeichnest.
Wenn ich Jannis allerdings einfach phonetisch adaptiere und in Tolkiens Quenya-Modus schreibe (also quasi als Yannis), dann sehe ich hier eigentlich überhaupt kein Problem. Mit Herzblut ist das sicher nicht ganz so einfach - das müsste dann als Hertsblut oder so geschrieben werden und sieht dann vielleicht nicht ganz so toll aus...

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Beitrag von Thaliviel » Mo Nov 23 2009 22:23

Nein, ich sprach schon vom Tolkien-Modus.
In meinem Modus verwende ich die gleiche Leserichtung für Konsonanten, Halbvokale und Diphtonge, weil mir dies persönlich logischer und einfacher erscheint.
Wer da anderer Meinung ist, hat natürlich auch recht und ich respektiere voll und ganz diese Ansicht.

Und ich habe Hertsblut geschrieben ^^

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Beitrag von Maewen » Mo Nov 23 2009 22:41

Thaliviel hat geschrieben:Und ich habe Hertsblut geschrieben ^^
Hoppla, ja, stimmt. Allerdings hatte ich da nicht an die Variante mit einem silme, sondern an die mit einer s-Tilde an tinco gedacht... das sieht vermutlich etwas besser aus.

EDIT: Ach ja, und wenn das erste Tolkiens Quenya-Modus sein soll, fehlen noch die zwei Punkte unter anna.

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Beitrag von Thaliviel » Mo Nov 23 2009 22:43

Die s-Tilde (Schnörkel) verwendet man laut Tolkien nur am Wortende.
Und es sieht im Wort auch besser ohne den Schnörkel aus, weil sonst das nächste Tengwa zu weit nach rechts rückt.

Uh, das ist wahrscheinlich zu lange her. Warum verwendet man zwei Punkte darunter?

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Beitrag von Maewen » Mo Nov 23 2009 22:45

Thaliviel hat geschrieben:Die s-Tilde (Schnörkel) verwendet man laut Tolkien nur am Wortende.
Und es sieht im Wort auch besser ohne den Schnörkel aus, weil sonst das nächste Tengwa zu weit nach rechts rückt.
Naja, ist wahrscheinlich eine Frage des Geschmacks, denn man kann vielleicht argumentieren, dass "Herz" ein Wort ist...

EDIT:
Uh, das ist wahrscheinlich zu lange her. Warum verwendet man zwei Punkte darunter?
Keine Ahnung, macht Tolkien aber so, durch's gesamte Namárië hindurch...

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Beitrag von Thaliviel » Mo Nov 23 2009 22:56

Ok, wie sieht das aus?
Bild

Und ich hab das mit den zwei Punkten gefunden:
das gilt nur für den Quenya-Modus.

Steht kein Konsonant vor Y, so bedeuted das im Quenya, dass Y der erste Buchstabe eines Wortes ist. In diesem Fall wird anna, ähnlich wie ein Vokalträger, als "Halter" für die zwei Punkte verwendet.
Quelle

Ich benutze aber das anna selbst als halvokalisches j (oder y in englisch)

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Beitrag von Maewen » Mo Nov 23 2009 23:04

Thaliviel hat geschrieben:Und ich hab das mit den zwei Punkten gefunden:
das gilt nur für den Quenya-Modus.
Ich hab ja auch die ganze Zeit vom Quenya-Modus gesprochen (s.o.) ;-)

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Beitrag von Thaliviel » Mo Nov 23 2009 23:16

Oh, ich muss nun wirklich ins Bett.
Ja, hab ich überlesen.

Ich verwende den Tehta-Modus, nur die Leserichtung ist die vom Quenya-Modus.

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Beitrag von mach » Di Nov 24 2009 0:06

Laura hat geschrieben:Das andere Wort ist "Herzblut", ich dachte, Ihr könntet das lesen....;o(
Du hast das B vergessen! :) Sonst aber dünkt mich dein Vorschlag ganz in Ordnung – wenn du denn wirklich die von mir vorgeschlagene Schreibweise wählen wolltest. Gerade beim Namen Jannis ist das aber vielleicht keine besonders gute Idee, denn die Tengwar Anna und Vilya haben in verschiedenen Vollschrift-Schreibweisen stark voneinander abweichende Lesemöglichkeiten. Daher ist in diesem Fall wohl ein Tehtarmodus eher zu empfehlen. Und was die Leserichtung angeht, so würde ich – anders als Thaliviel – eher dazu raten, die Tehtar auf die folgenden Zeichen zu setzen. Im Herrn der Ringe steht nämlich ausdrücklich, dass diese Lesereihenfolge in denjenigen Sprachen üblich sei, wo die Wörter meist mit Konsonant aufhören – und das ist im Deutschen der Fall.

Was übrigens das Z betrifft, so würde ich bei einem einzelnen Wort und einem Tattoo eher zu Tinco mit Sa-rince raten, auch wenn ich im Rahmen eines konsistenten Deutsch-Modus das verlängerte Tinco bevorzuge.

Und am Rande gesagt: Den Quenya-Modus gibt es nicht. Es gibt den klassischen Quenya-Modus. Dort wird der j-Laut mit zwei Punkten unter dem vorangehenden Tengwa dargestellt. Geht keines voran, wird ein Anna als Träger verwendet (der schwächste Buchstabe aus der k-Reihe). Es gibt aber auch einen General-use-Modus für Quenya (der allerdings nicht so viel Aufmerksamkeit erhält wie der für Sindarin, obwohl er in mehr Tengwartexten belegt ist). Dort wird der j-Laut am Wortanfang mit einem gewöhnlichen Anna dargestellt, siehe DTS 46.

Um auf Lauras Anfrage zurückzukommen: Bei der Wahl einer bestimmten Schreibweise sollte vielleicht auch berücksichtigt werden, welche Schreibweise für das Tattoo eine große Elfe verwendet worden ist.

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