Vokale im Tengwar


Moderator: Moderatoren

Beiträge: 73

Registriert: Do Jul 03 2014 13:52

Wohnort: Schwiiz

Beitrag Do Jul 03 2014 20:07

Vokale im Tengwar

Ich habe mich heute ein wenig mit Tengwar befasst, da ich vorhabe, Sindarin zu lernen. Ich habe versucht, meinen Namen einfach mal Buchstaben für Buchstaben in Tengwar zu übersetzen (Ich weiss, in Sindarin übersetzt man die Bedeutung, war eben auch nur ein Versuch).
Nun verwirren mich die Vokale, die laut einer der vielen von mir besuchten Webseiten, nicht ausgeschrieben sondern nur als Accents auf den anderen Buchstaben draufstehen. Nun kapier ich aber nicht, ob die Accents auf dem vorherigen oder den nachfolgenden Buchstaben "aufgesetzt" werden, was passiert wenn zwei Vokale aufeinander folgen und wo auf dem anderen Buchstaben sie platziert werden. Ich wäre froh wenn mir hierbei jemand helfen könnte :)
Benutzeravatar

Beiträge: 421

Registriert: Mo Jan 09 2012 16:15

Wohnort: Hagen (D)

Beitrag Do Jul 03 2014 20:53

Hallo kartofffelkönig,

die Vokale, die man über die Konsonanten (Tengwar) schreibt, heißen Tehtar.
Ob sie vor oder nach dem entsprechenden Konsonanten gesprochen werden, kann von Situation zu Situation verschieden sein:
Am üblichsten ist die Reihenfolge "Vokal Konsonant" (VC), die man z.B. fürs Sindarin und Englische (und i.d.R. auch fürs Deutsche) verwendet. Im Quenya ist es hingegen umgekehrt (CV).

Es gibt ein Tengwa, das wie ein i ohne Punkt aussieht:
  Code:

Man nennt es "Träger", es ist quasi ein leerer Konsonant. Damit kann man mehrere Vokale hintereinander schreiben, außerdem realisiert man damit Vokale am Wortende in VC- und am Wortanfang in CV-Modi:
  Code:
 
et earello (Quenya: vom Großen Meer)

Eine andere Art von aufeinanderfolgenden Vokalen sind Diphthonge wie au, ai, ei, ae. Für sie gibt es in verschiedenen Modi verschiedene Schreibweisen, z.B. im Sindarin:
  Code:
ai 
ae 
au 
ei 


Gruß,
smuecke

Beiträge: 73

Registriert: Do Jul 03 2014 13:52

Wohnort: Schwiiz

Beitrag Fr Jul 04 2014 8:16

Vielen Dank smuecke für diese Info

Nun habe ich aber noch eine Frage. Ich habe mir vorhin folgendes Video angesehen:

https://www.youtube.com/watch?v=qbxynHoduP8

Bei 0:12 schreibt er ein "N". Darüber macht er erst einen horizontalen Strich und darüber dann ein "E". Was hat es mit dem horizontalen Strich auf sich?
Einen ähnlichen Strich macht er bei 1:00 in das "L"

PS: Zur Übersetzung verwende ich folgende Tabelle:

http://flavorwire.files.wordpress.com/2 ... engwar.jpg

Beiträge: 86

Registriert: Mi Dez 09 2009 17:31

Beitrag Fr Jul 04 2014 9:34

Der horizontale Strich steht für eine Verdoppelung des Konsonanten (also hier das "nn" in "ennyn" oder "ll" in "mellon"). Er kann auch das n in ng, nc, nt, nd oder das m in mb, md, mp darstellen, wie zum Beispiel hier das "mp" in "semper" - der Text ist zwar auf Latein, aber das Prinzip ist das gleiche. Ein elbisches Beispiel konnte ich auf die Schnelle nicht finden :)
Benutzeravatar

Beiträge: 421

Registriert: Mo Jan 09 2012 16:15

Wohnort: Hagen (D)

Beitrag Fr Jul 04 2014 23:15

Heledir hat geschrieben:Er kann auch das n in ng, nc, nt, nd oder das m in mb, md, mp darstellen
Richtig! Das nennt man Nasalinfix; aus t/d wird nt/nd, aus c/g wird nc/ng, aus p/b wird mp/mb. Im Quenya sind das jeweils ganz eigene Tengwar, ansonsten wird das z.B. im Sindarin mit diesem horizontalen Strich dargestellt.
gandalf schriebe sich beispielsweise
  Code:

(sieht man hier nicht so gut, aber der Strich ist über dem zweiten Tengwa)

Gruß,
smuecke

Zurück zu Schriftsysteme

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 12 Gäste

cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Designed by ST Software.
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de