Future-past

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Orophin
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Future-past

Beitrag von Orophin » Di Nov 11 2008 12:29

Gibt es sowas?
Ich stieß zufällig auf
EAT mat-, mata- (pa.t. mantë is given), future-past matumnë "was going to eat" –MAT, VT39:7, VT48:32
-umnë?
:ae:

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Eirien
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Beitrag von Eirien » Di Nov 11 2008 13:05

Klingt komisch, is' aber so, man spricht auch von "Future in the past", das braucht man ja zB (aber nicht nur) in der indirekten Rede.

Tolkien übersetzt matumnë mit "I was going to eat", wobei aber nicht ganz klar ist, wo das 'I' hier stecken soll. Mir fehlt VT:48, aber ich glaube, das ist auch das einzige Beispiel, das wir für future-past haben.

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Thorsten
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Beitrag von Thorsten » Di Nov 11 2008 13:10

Im Early Qenya Grammar (PE14) gibt es eine ganze Reihe von Compound-Tenses mit Partizip und Formen von 'to be' - da kommt das Future in Past auch vor. Damals gab es nur 3 tenses in Qenya, aber Tolkien bildet dann mit Partizip in present/future/past und 'to be' in present/future/past 9 verschiedene Zeitformen.

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Roman
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Beitrag von Roman » Di Nov 11 2008 21:10

Übrigens wird matumne als 'OQ' = 'Old Qenya' bezeichnet. Die Endung -umne ist kombinert aus UB- 'ponder, have in mind' und Verg. -ne, dabei stammt von UB- auch die Futur-Endung -uva ab.

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Beitrag von Orophin » Mi Nov 12 2008 17:12

Mir ist klar, wofür man es benutzen würde. Ich wusste nur nicht dass es sowas überhaupt im Quenya gibt. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist von mir genanntes Beispiel wohl veraltet...
Mich würde interessieren ob es "Regeln" zur Bildung gibt, ob man ein wiederkehrendes Suffix erkennen und rekonstruieren kann...
Wohl eher nicht, weil alter Kram, oder?

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Beitrag von Thorsten » Do Nov 13 2008 9:13

In Early Qenya kennen wir die Regeln ganz gut - aber die Sprache ist recht verschieden von Quenya.

In Quenya hat Tolkien (soweit wir das bisher wissen) an dieser einen Stelle (VT4*:32) mit der Idee gespielt. Wir Aran schon sagt ist -umne eine Endung die aus dem Elementen von -uva und -ne zusammengesetzt ist, das heisst wenn man die Idee uebernimmt wuerde jedes Verb statt der Futur-Endung -uva eben -umne bekommen, also vielleicht

*isumne 'was going to know' zu ista-
*laitumne 'was going to praise' zu laita-
*lelumne 'was going to go' zu lelya-

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Roman
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Beitrag von Roman » Do Nov 13 2008 13:55

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist von mir genanntes Beispiel wohl veraltet...
Es ist 'Old Quenya' in dem Sinne, dass es in der internen Geschichte alt ist, d.h. im 3. Zeitalter vermutlich nicht mehr benutzt worden wäre. "Extern alt" ist 'Early Qenya' (ca. bis Anfang/Mitte 30er Jahre) - das sind die Konventionsbezeichnungen (wenn du das meintest).

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Beitrag von Orophin » Do Nov 13 2008 20:05

Aja. Danke!
*ahaerlebnis* :D

Aber alles in allem dann wohl für "modernes Quenya" nicht.
Gut. Dann scheine auch ich es wohl endlich gerafft zu haben. :(
:biggrin:

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