Wasted Years

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Orophin
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Wasted Years

Beitrag von Orophin » Mi Feb 04 2009 13:20

Hallöchen!

Ich bin dabei einen Liedtext zu übersetzen. Zunächst einmal hier die englische Fassung des Liedes:

From the coast of gold, across the seven seas
I'm travellin' on, far and wide
But now it seems, I'm just a stranger to myself
And all the things I sometimes do,
it isn't me but someone else

I close my eyes, and think of home
Another city goes by in the night
Ain't it funny how it is?
You never miss it 'til it's gone away
And my heart is lying there and will be 'til my
dying day

So understand
Don't waste your time always searching for
those wasted years
Face up... make your stand
And realize you're living in the golden years

Too much time on my hands, I got you on my mind
Can't ease this pain, so easily
When you can't find the words to say
it's hard to make it through another day
And it makes me wanna cry
and throw my hands up to the sky


Bin noch nicht so weit gekommen, aber vielleicht ist es ohnehin übersichtlicher, wenn ich meine Übersetzunge häppchenweise poste.
Hier der erste Absatz:

Lelyëan maltafalassello arta i otso ëari,
vaháya ar palan.
Mal sí nácë nan ettelëa immon
ar ilyë nati ya carin sanya
Sina umë nyë apa aiquen.


Hierzu sei Folgendes angemerkt:
- ist die Zusammensetzung maltafalas (coast of gold) korrekt?
- habe ich mal und apa richtig verwendet?
- "seem" gestaltete sich etwas schwierig. Ich fand "seeming" --> nácë und ich glaube kaum, dass sich dies so wie ich es zusammengesetzt habe machen lässt...

Gruß von Orophin

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Eirien
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Beitrag von Eirien » Do Feb 05 2009 16:07

>- ist die Zusammensetzung maltafalas (coast of gold) korrekt?

Es gibt ja Laurenandë = "Gold-valley", vielleicht könnte man nach dem Muster Laurefalassë bilden, die Küste ist ja nicht aus Gold, was malta aber wohl implizieren würde.

>i otso ëari

Das Zahlwort sollte normalerweise dem Substantiv folgen, also: ëari otso

>ar ilyë nati ya carin sanya

Hier verstehe ich die Funktion von sanya nicht so ganz.
Für "sometimes" könnte man vielleicht auf lú = 'a time, occasion' -> lússë = 'at an occasion' = 'ocasionally' zurückgreifen?

>Sina umë nyë apa aiquen
Ich bin mir nicht sicher, ob umë als Verneinungsform noch aktuell ist; ansonstenhätten wir noch ua = 'is not' (PE17:144) zur Auswahl.
Bei aiquen = "if anybody, whoever" steckt ja das 'if' mit drin; vielleicht wäre besser exë = 'another (person)'?

> - habe ich mal und apa richtig verwendet?

Würde ich so denken, aber warte lieber noch andere Meinungen ab.

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Orophin
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Beitrag von Orophin » Do Feb 05 2009 17:53

Es gibt ja Laurenandë = "Gold-valley", vielleicht könnte man nach dem Muster Laurefalassë bilden, die Küste ist ja nicht aus Gold, was malta aber wohl implizieren würde.
Im diesem Kontext geht es vermutlich aber um einen Ort, an dem es Goldvorkommen gibt. Vielleicht sollte ich es dann doch lieber mit einem Genitiv lösen?
Das Zahlwort sollte normalerweise dem Substantiv folgen, also: ëari otso
Korrekt, werde ich ändern. Danke!
Hier verstehe ich die Funktion von sanya nicht so ganz.
Für "sometimes" könnte man vielleicht auf = 'a time, occasion' -> lússë = 'at an occasion' = 'ocasionally' zurückgreifen?
Es kam mir nicht so sehr auf das "manchmal" an, also habe ich irgendetwas genommen, das den Sinn nicht tiefergehend verändert. Aber dein Vorschlag gefällt mir doch besser. :-)
Ich bin mir nicht sicher, ob umë als Verneinungsform noch aktuell ist; ansonstenhätten wir noch ua = 'is not' (PE17:144) zur Auswahl.
Oh, wusste ich gar nicht. In der allergrößten Not würde man es vermutlich aber auch mit formulieren können, denke ich. (?)
Bei aiquen = "if anybody, whoever" steckt ja das 'if' mit drin; vielleicht wäre besser exë = 'another (person)'?
Stimmt, das ist wirklich besser.

Unschlüssig bin ich mir nach wie vor über die Formulierung mit nácë.

Vielen Dank, Eirien!

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Beitrag von Roman » Do Feb 05 2009 23:58

Im diesem Kontext geht es vermutlich aber um einen Ort, an dem es Goldvorkommen gibt. Vielleicht sollte ich es dann doch lieber mit einem Genitiv lösen?
Ich glaube, es geht einfach um die Sandfarbe, und da ist laure das richtige Wort.
Oh, wusste ich gar nicht. In der allergrößten Not würde man es vermutlich aber auch mit lá formulieren können, denke ich. (?)
Da gibt's keine Not: ū-, uin(ye) 'I am not' (VT49:29)
- "seem" gestaltete sich etwas schwierig. Ich fand "seeming" --> nácë und ich glaube kaum, dass sich dies so wie ich es zusammengesetzt habe machen lässt...
Eindeutiger wären vielleicht: kenai 'if it be that', kíta-, kítan 'I suppose', kenasit, kenasta 'if it be so, may be, perhaps' (VT49:19)

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Orophin
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Beitrag von Orophin » Fr Feb 06 2009 7:35

Aran hat geschrieben:Ich glaube, es geht einfach um die Sandfarbe, und da ist laure das richtige Wort.
Ich glaubte zwar mein Wort mit Bedacht gewählt zu haben, aber ich glaube euch dann einfach mal. (Das Für und Wider in Bezug auf den Inhalt des ganzen Albums gehört nicht hierher... :wink: )
Da gibt's keine Not: ū-, uin(ye) 'I am not' (VT49:29)
Na, umso besser!
Eindeutiger wären vielleicht: kenai 'if it be that', kíta-, kítan 'I suppose', kenasit, kenasta 'if it be so, may be, perhaps' (VT49:19)
I suppose erscheint mir als die bester Lösung. Super. :D

Ich korrigiere dann mal:

Lelyëan laurëfalassello arta i ëari otso,
vaháya ar palan.
Mal sí kîtan nan ettelëa immon
ar ilyë nati ya carin lússë
Sina uinyë nyë apa exë.


Wenn keine Bedenken mehr bestehen, dann poste ich demnächst mal den nächsten Abschnitt.
Mann, das macht ja echt soviel Spaß hier! Ich liebe diese Sprache! *freu*

Órerámar
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Beitrag von Órerámar » Sa Feb 07 2009 20:59

Orophin hat geschrieben:
Sina uinyë nyë apa exë.
Im einzigen attestierten Beispiel, wird sina als Demonstrativpronomen angewendet (vanda sina) und in VT49:18 wird es Adjektif genannt.
In "this is not me..." handelt es sich um ein anaphorisches Demonstrativpronomen welches m.E. mit sin übersetzt werden sollte und demzufolge würde es dann einfach ui heissen, statt uinye. -nye ist Suffix und scheint als unabhängiges Pronomen von Tolkien gestrichen worden zu sein (VT49:49). Ich und mich sind "ni". Das ergäbe dann etwas wie : Sin ui ni apa exe.
Man könnte dies umkehren: Nás exe apa la ní = es ist ein anderer aber nicht ich und sin/sina umgehen.

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Roman
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Beitrag von Roman » So Feb 08 2009 0:20

Mit uin könnte man sowas bilden wie uin mo sina.

Órerámar
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Beitrag von Órerámar » So Feb 08 2009 0:49

Aran hat geschrieben:Mit uin könnte man sowas bilden wie uin mo sina.
Finde ich auch gut.

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Orophin
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Beitrag von Orophin » Mo Feb 09 2009 8:29

Sehr schön, dann haben wir also jetzt (wenn ich's richtig verstanden habe):

Lelyëan laurëfalassello arta i ëari otso,
vaháya ar palan.
Mal sí kîtan nan ettelëa immon
ar ilyë nati ya carin lússë
uin mo sina apa exë
.

Ich poste dann mal den nächsten Absatz.

I close my eyes, and think of home
Another city goes by in the night
Ain't it funny how it is?
You never miss it 'til it's gone away
And my heart is lying there and will be 'til my dying day


Holtan hendunya ar enyalin már.
Enta osto autëa lómessë
Ma nas lá alassinqua?
Nat úvalin tenna ifíriës
ar órenya caitëa tás ar caituva tenn’ aurenya qualmëo.

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Beitrag von Orophin » Do Feb 26 2009 17:17

3. Absatz
(Ich wusste "wasted" nicht so gut zu übersetzen...)

So understand
Don't waste your time always searching for
those wasted years
Face up... make your stand
And realize you're living in the golden years


Á hanya!
Áva hatë oar lúmëtya ar áva saca sina vanwar loar.
Á ná tulca!
Ar á enyalë ya tyë ëa loassen laurië.

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