Minas Morgul (Gedicht)

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Minas Morgul (Gedicht)

Beitrag von Orophin » Fr Okt 26 2007 12:41

So, ich habe jetzt noch mal einen anderen Übersetzungsversuch gestartet. Wäre echt lieb, wenn bei Gelegenheit mal jemand schlaues drüber guckt! :biggrin:


So erst mal die deutsche Fassung des Gedichtes:

Minas Morgul

Geisterhaftes Licht auf den fahlen Mauern,
Nur die Brücke lässt dich herein.
Die Opfer der Fürsten sind zu bedauern.
Bleib hier! Geh nicht hinein!

Steinerne Köpfe bewachen die Pforte,
menschenähnlich, doch schrecklich entstellt.
Was suchst Du bloß an diesem Orte?
Ist diese Stadt noch von dieser Welt?

Das düstere Bollwerk lockt Schatten heran.
Der dunkle Gebieter hat uns in Sicht.
Oh, rette Dich Eru, wenn er noch kann,
Denn glaube mir, ich kann es nicht!

Ich fliehe und suche allein mein Glück.
So gehe nun hin, ich halte Dich nicht.
Ich warnte dich: Du kehrst niemals zurück
Aus dem schrecklichen Dunkel ins Licht!


Soderle und jetzt kommt meine Übersetzung... *versteck*:

Minas Morgul

Ëalavëa cala rambannar ninqui,
Eressëu i yanwë lavët mi tulë.
Atsië heruion nar nainaima.
Á hauta! Áva lelya mi!


Cári ondova tirir andor,
Yéla firyain, ananta ve ulundor.
Mana sacat sina nómëssë?
Ma sina osto Ambaro?


I nulla tirios tucë lómini.
I morna heru cenë me.
O, nai Eru etelehta tyë, qui polës er.
Savë nyë, lá polinyës.


Usinyë ar sacan valtonya .
Á lelya sí, lá nuhtanyët.
Equétiën cen: Lá entuluvatyë
Norta morniëllo calannar.


Achja, da fällt mir direkt schon was zu ein: Was ist mit dem Titel "Minas Morgul"? Kann der auch im Quenya so bleiben?

LG, Orophin

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Beitrag von Lothenon » Fr Okt 26 2007 13:04

Minas(së) Moringólë?

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Beitrag von Orophin » Mo Okt 29 2007 7:51

Wie das? :?

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Beitrag von Lothenon » Mo Okt 29 2007 12:56

Nun, minas scheint es im Quenya auch zu geben (s. Minastan, Minastir, beides aus den Appendices des LotR). In VT42 finden wir zudem minassë, was die Form sein mag, die dieses Wort annimmt, wenn es allein steht.
Moringólë für Sindarin Morgul setzt sich zusammen aus mori- (vgl. Mori-ngotto = Sindarin Mor-goth) und nólë, der direkten Entsprechung zu Sindarin gûl (Beides kommt vom archaischen *ñgōlē, und während das Wort im Quenya alleinstehend zu ñólë > nólë wird, bleib -ñg- zwischen Vokalen erhalten).
Daher also nicht Mornólë sondern Moringólë.

[Ich arbeite mit Helge Fauskangers Wortliste (Ardalamblion), weiß nicht, ob es mitlerweile neuere Informationen gibt.]

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Beitrag von Orophin » Mo Okt 29 2007 13:40

Aha... Die benutze ich eigentlich ja auch, konnte aber nichts gängiges finden. Ansonsten hätte ich es einfach plump mit art und curu übersetzt oder so.
Muss da noch irgend eine Fallendung rein, so im Sinne von Stadt der Hexerei oder so was? Oder wie verhält sich das bei Ortsnamen...?
Danke schon mal.

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Beitrag von Orophin » Di Nov 20 2007 17:09

Ich hatte grade noch mal durch gesehen... Wie war das noch mal wenn man nach "Was?" fragt?
Mana vor den Aussagesatz? *denk*

(Falls einem noch was auffällt...) :wink:

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