In der ganz frisch ueberarbeiteten Grammatik...

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Maewen
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In der ganz frisch ueberarbeiteten Grammatik...

Beitrag von Maewen » Sa Okt 10 2009 21:23

als Thorsten:

... sehen wir da grade:
Wiederum aus dem Grund, dass Possessivpronomen aus Suffixen abstammen, können Adjektive vermutlich nur den Possessivpronomen nachgestellt werden, also ist mellyn bain în vermutlich nicht möglich.
Ist sogar andersrum attestiert, naemlich im Ae Adar als i mbas ilaurui vin.


EDIT von Maewen persoenlich: Nein, ich bin nicht schizophren...
Edit von Ithrenwen: Titel korrigiert :P

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Thorsten
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Beitrag von Thorsten » So Okt 11 2009 9:32

Ausserdem noch gefunden:
5) Das direkte Satzobjekt (= Akkusativ-Objekt) wird weich mutiert, nicht jedoch das indirekte (Dativ-)Objekt.

penim vast ("wir haben kein Brot"; von bas(t) (Brot))
annon mellon barf oder annon barf mellon ("ich gebe einem Freund ein Buch"; von parf (Buch))
Das erste Beispiel finde ich ein bisschen verwirrend (also, ich selbst finde es nicht verwirrend, aber ich kenne auch PE17) - wer das im englischen Original nicht kennt fragt sich vielleicht schon wo das 'nicht' denn nun geblieben ist. Beim zweiten, der nicht-Lenition des Dativobjekts, wuerde ich immer noch e anira suilannad mhellyn în phain ins Feld fueren, und argumentieren dass suil-anna- ein Dativobjekt (naemlich denjenigen dem der Gruss gegeben wird) nach sich zieht - und das ist leniert. Auf der anderen Seite kenne ich keinen Grund dass ein Dativ unleniert bleiben muesste - und das geht auch nicht so recht mit der Idee von grammatikalischer Lenition als Markierung eng zusammengehoerender Elemente zusammen...

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Roman
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Beitrag von Roman » So Okt 11 2009 22:02

Ist sogar andersrum attestiert, naemlich im Ae Adar als i mbas ilaurui vin.
Ist ein Argument, wird gestrichen.
Das erste Beispiel finde ich ein bisschen verwirrend (also, ich selbst finde es nicht verwirrend, aber ich kenne auch PE17) - wer das im englischen Original nicht kennt fragt sich vielleicht schon wo das 'nicht' denn nun geblieben ist.
Ein Verweis auf die Verneinung ist jetzt eingefügt.
Beim zweiten, der nicht-Lenition des Dativobjekts, wuerde ich immer noch e anira suilannad mhellyn în phain ins Feld fueren, und argumentieren dass suil-anna- ein Dativobjekt (naemlich denjenigen dem der Gruss gegeben wird) nach sich zieht - und das ist leniert.
Wenn das Verb als Zusammensetzung wahrgenomen wird, könnte es genauso gut ein direktes Objekt sein, vgl. "das Zimmer staubsaugen" (auch wenn das im Deutschen wohl umgangssprachlich ist). Dann fällt mir noch Japanisch ein, was zwar für Sindarin wenig relevant ist, wo solche Bildungen aber ganz normal sind: Nihongo o benkyou shitte imasu "Japanisch (Obj.) Lernen-tuend-bin" (mit benykou suru als zusammengesetztes Verb), verglichen mit Nihongo no benkyou o shitte imasu "Des Japanischen Lernen tuend-bin" (mit durch Nihongo no modifiziertem benykou als ein normales direktes Objekt).
Auf der anderen Seite kenne ich keinen Grund dass ein Dativ unleniert bleiben muesste - und das geht auch nicht so recht mit der Idee von grammatikalischer Lenition als Markierung eng zusammengehoerender Elemente zusammen...
In einem Satz hängt ja irgendwie alles zusammen, an den Adjektiven sieht man aber, dass nicht unbedingt leniert werden muss. Und wie unterscheidet man die beiden dann überhaupt - durch Wortstellung, Akkusativ vor Dativ? Hm, da ist mir irgendwie alles zu unsicher, ich weiche für ds indirekte Pronomen am besten auf an aus, bis etwas greiflicheres attestiert ist.

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