Personalendungen

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philippii.
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Personalendungen

Beitrag von philippii. » Sa Mär 23 2013 12:28

Ich habe eine Frage zu den Personalendungen:
Werden Personalpronomen auch gebraucht um etwaige Aktionen auszudrücken oder reichen hierbei die endungen?

Im großen Elbisch Buch von Pesch und im Kurs von Renk wird es so dargestellt als würde man es nicht brauchen.

In Luthiens Lied (HoMe 3) gibt es aber eine Zeile in der steht:
"le linnon im Tinúviel!" bei der anscheinend ein Personalpronomen gebraucht wird.

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smuecke
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Beitrag von smuecke » Sa Mär 23 2013 20:05

Hallo philippii,

ich könnte mir vorstellen, dass im hier einfach nur benutzt wurde,
um im Metrum zu bleiben: Das Gedicht steht ja in einem vierhebigen Jambus:
le linnon im Tiviel!

Für gewöhnlich benutzt man das konjugierte Verb nicht gleichzeitig mit einem Personalpronomen.
Entweder man sagt
Linnon. - Ich singe oder
Im linna. - Ich singe. / Ich bin es, der singt.

"Im linnon." wäre redundant.
Aber, wie gesagt, wird das in dem Gedicht, schätze ich, nur um des Metrums willen so gemacht.

Gruß,
Sascha

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Roman
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Beitrag von Roman » Sa Mär 23 2013 20:31

Sindarin und Quenya sind wie Spanisch und Italienisch Pro-Drop-Sprachen. Wenn Personalpronomen dennoch verwendet werden, klingt es emphatisch und dient Diskurs-Zwecken: Etwas wird in den Fokus gerückt, ein Kontrast wird ausgedrückt, etc.

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philippii.
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Beitrag von philippii. » So Mär 24 2013 8:48

thx

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