Blei

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p_a_u_l_
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Blei

Beitrag von p_a_u_l_ » Mo Nov 09 2009 19:04

Ich bin neu und suche schon länger nach dem Wort "Blei".wenn ihr irgendwelche Informationen habt bitte schreibt.

Edit von Ithrenwen: Titel angepaßt und verschoben

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Eirien
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Beitrag von Eirien » Mo Nov 09 2009 21:38

Ich fürchte, nicht so wirklich, wir haben Vokabeln für Silber, Gold, Kupfer und "Metall" als Oberbegriff.

Anscheinend, jedenfalls nach dieser Seite hier war aber ursprünglich auch "Plumbum ... the generic name for soft white metals with low melting points, as lead and tin, and later also bismuth and their alloys", und wurden Blei und Zinn oft gar nicht so wirklich unterschieden. Vielleicht braucht man es also auch hier gar nicht so kompliziert zu machen und kann einfach tinc nehmen.

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p_a_u_l_
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Beitrag von p_a_u_l_ » Mo Nov 09 2009 21:52

danke :D

wenn ich nun sagen will,dass es ein weiches metall ist kann ich Plumbum nehmen?

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Eirien
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Beitrag von Eirien » Mo Nov 09 2009 21:55

Ähm, nein, das ist lateinisch. Wenn du es auf Sindarin haben möchtest (was ich jetzt einfach mal annehme), könntest du "weiches Metall" zur Not mit tinc voe übersetzen.


Edit: Ach so, ich denke die ganze Zeit nur an Sindarin, dabei haben wir ja sogar eine Qenya-Vokabel: canu, ob man daraus irgendwas ableiten kann? Blöd ist nur, Quenya cánu heißt "ruler, governor, chieftain", und wenn man dabei jetzt wieder an "lead" dächte, dann wäre man gleich auf dem völlig falschen Dampfer...
Zuletzt geändert von Eirien am Mo Nov 09 2009 22:05, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von p_a_u_l_ » Mo Nov 09 2009 21:57

AHA

das hab ich dann vorher falsch verstanden.

DANKE :D

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Beitrag von p_a_u_l_ » Mo Nov 09 2009 22:11

dann könnte man so übersetzen :

Schlange aus Blei(weiches Metall)

ihûg ed tinc voe

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Glorfindel
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Beitrag von Glorfindel » Di Nov 10 2009 1:02

Nein, du brauchst hier die Genetivpartikel en.

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Eirien
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Beitrag von Eirien » Di Nov 10 2009 8:55

Gibt es das wirklich so bei Tolkien, oder ist das eine selbstgeschaffene Konvention (die mir ein bisschen vorkommt wie "Torte des Obstes mit Sahne des Schlages")?

In den attestierten Beispielen "... (gemacht) aus..." scheint ja die Adjektivierung des jeweiligen Materials üblich zu sein, insofern würde ich hier evtl. *tingren favorisieren.

>ihûg
ist ein Lesefehler, der 1. Buchstabe ist ein kleines L.

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Beitrag von Avorninnas » Di Nov 10 2009 10:12

Ein Adjektiv gefiele mir auch besser. Vorallem, wenn man daran denkt, dass Tolkien selbst gerade Materialbeschreibungen in solche fasst. Wie etwa mallen, tawaren, angren etc. Aber *tingren allein beschreibt ja nur den Metallcharakter an sich und nicht weitere spezifische Eigenschaften.

Ob man jetzt wirklich tinc hier benutzen kann, ist sicher Ermessenssache. Es kommt mir ein bisschen so vor wie der "grüne Stein" oder das "kleine, graue Tier". (Mit anderen Worten, eindeutig ist das keineswegs. Für die kennzeichende Eigenschaft, also die Weichheit (oder meinetwegen auch die Farbe), bräuchte man dann ein zweites Adjektiv und dann wird es wieder umständlich.) Aber sicher ist, dass wir nicht näher rankommen werden, weil uns eine exakte Vokabel einfach fehlt.

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Beitrag von p_a_u_l_ » Di Nov 10 2009 13:51

wie sollte man nun"Schlange aus Blei" schreiben?

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Eirien
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Beitrag von Eirien » Di Nov 10 2009 14:23

Naja, den Römern und Osteuropäern war es ja anscheinend auch egal, ob sie nun sprachlich zwischen Blei, Zinn und Wismut unterscheiden konnten; "Blei" und "plumbum" beziehen sich offenbar auf die gemeinsame blau-hellgraue Farbe und die "lead"-Wortgruppe auf den niedrigen Schmelzpunkt (PIE *pleud- 'melt, flow') einer ganzen Metallfamilie, ohne dass man da wohl im einzelnen unterschieden hat. "Blech" stammt aus der gleichen Wurzel wie "Blei", und damit wurden ursprünglich auch gar nicht Eisen- sondern Goldplatten bezeichnet.

p_a_u_l_, muss der Name für deine Schlange denn unbedingt beinhalten, dass sie aus einem weichen Metall ist, oder reicht die Information "aus Metall, kein Edel-, aber auch kein Eisen oder Kupfer" nicht unter Umständen aus? Mehr können wir nämlich wohl leider nicht bieten.

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Beitrag von p_a_u_l_ » Di Nov 10 2009 14:42

"aus Metall, kein Edel-, aber auch kein Eisen oder Kupfer"würde auch reichen.

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Eirien
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Beitrag von Eirien » Di Nov 10 2009 14:48

In dem Fall könntest du lhûg dingren (aus tinc + Adjektivendung -ren, leniert)
sagen.

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Beitrag von p_a_u_l_ » Di Nov 10 2009 14:52

also lhûg dingren oder lhûg en dingren

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Beitrag von Avorninnas » Di Nov 10 2009 14:52

lhûg en dingren
Ohne den Genitivpartikel, wenn das Adjektiv verwendet wird.


Wenn also eine "Metallschlange" reicht, ist das sicher die beste Lösung. :)

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