Segenswunsch für Reisen auf Sindarin

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Ithilwen
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Segenswunsch für Reisen auf Sindarin

Beitrag von Ithilwen » Mo Mai 19 2008 17:30

Hallo liebe Sprachgewandten!

Ich versuche mich seit kurzer Zeit an Sindarin-Übersetzungen und habe hier folgenden Satz:

Deine Reisen [seien] voll von Glück und kehre stets gut zurück!

(Im Sinne von: Ich wünsche Dir auf Deinen Reisen viel Glück und immer eine gesunde Heimkehr!)

Das habe ich nun folgendermaßen übersetzt:

lín lind pant en galu a mae adtolo him

Nun frage ich mich nur gerade, ob bei adtolo die Stopp-Mutation angewendet werden muss --> adtholo - oder gilt das bei Verben bzw. Präfixen nicht? Ihr seht, ich stehe noch am Anfang ... :biggrin:

Ist die Satzstellung in Ordnung? Sollte das him vielleicht woanders stehen? Gehört das Possessivpronomen lín vor oder nach lind (Plural von lend). Ist die Formulierung pant en galu für voll von Glück sinnvoll?

Für eine kurzfristige Prüfung wäre ich wirklich dankbar, ich möchte den Satz noch ins Tengwar übertragen und das auch noch prüfen lassen. Und der Spruch soll am kommenden Freitag (23.05.) jemandem Glück bringen.

Es grüßt Euch eine bereits im Voraus dankbare

~ Ithilwen ~

Ailinel
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Beitrag von Ailinel » Mo Mai 19 2008 19:32

Deine Reisen [seien] voll von Glück und kehre stets gut zurück!
(...)
lín lind pant en galu a mae adtolo him
Um den Optativ auszudrücken, würde ich hier no (Imperativ von 'to be') verwenden, vgl. no aer i eneth lín, 'may your name be holy', aus der Sindarin-Version des Vaterunser (VT44:23); für 'voll von Glück' alwed, 'prosperous, fortunate' (PE17:146); für 'kehre zurück' *atholo.

Also demgemäß vielleicht: No elwid[*] i lennath[**] lín ah atholo vae ![/b]
[*] Plural von alwed (?)
[**] Ich habe den Kollektivplural gewählt, weil er sinngemäß zu passen scheint und um Verwechslungen mit lind, 'song', zu vermeiden.
Bezüglich der Verwendung von him in diesem Satz bin ich mir nicht so recht sicher.
Vermutlich solltest du noch andere Meinungen dazu hören.

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Ithilwen
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Beitrag von Ithilwen » Mo Mai 19 2008 20:37

Danke, Ailinel! Deine Anmerkungen kann ich nachvollziehen, die Änderungen sind sehr gut. Ich würde allerdings gerne das Wörtchen "immer" oder "stets" im zweiten Satzteil enthalten haben, denn gerade das ist mir wichtig.

Eine Frage habe ich noch: warum wird hier mae zu vae mutiert? Ich hatte das bisher so verstanden, dass Mutationen nur notwendig sind, wenn bei Präpositionen oder Vorsilben Konsonanten aufeinandertreffen. Aber hier steht ein Verb davor, das auf einen Vokal endet :?
Und warum das h in ah? In der Wortliste von sindarin.de habe ich nur die Versionen a und ar für und gefunden. Oder ist das auch eine Mutation? Ach, ich bin so unwissend! Aber mit Eurer Hilfe wird sich das hoffentlich ändern :D

Dann will ich mal abwarten, ob noch jemand Vorschläge dazu macht. Nochmals Danke, Ailinel!

~ Ithilwen ~

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Avorninnas
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Beitrag von Avorninnas » Mo Mai 19 2008 21:23

Ithilwen hat geschrieben:Ich würde allerdings gerne das Wörtchen "immer" oder "stets" im zweiten Satzteil enthalten haben, denn gerade das ist mir wichtig.
Genau deswegen hat Ailinel ja den Klassenplural gewählt. Der bedeutet soviel wie "alle (deine) Reisen", sagt also im Grunde genau das aus.

Das h nach dem a beruht auf neuen Veröffentlichungen. Parma Eldalamberon 17 Nach dieser Version kommt es auch bei Partikeln wie a oder o (teilweise kannten wir das schon,) zu solchen Veränderungen. In der Grammatik von Sindarin.de ist darauf noch nicht eingegangen worden.
Auch die Mutation des Adverbs geht auf diese neuere Quelle zurück.

Versuch es anstatt der Grammatik hier vielleicht mal mir der Version 3.0 von Pedin Edhellen auf Parma Tyelpelassiva. da findest du solche Phänomene bereits aufgeführt.

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Ithilwen
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Beitrag von Ithilwen » Di Mai 20 2008 13:15

Avorninnas hat geschrieben:Versuch es anstatt der Grammatik hier vielleicht mal mit der Version 3.0 von Pedin Edhellen auf Parma Tyelpelassiva. da findest du solche Phänomene bereits aufgeführt.
Danke für den Tipp, Avorninnas! Ich werde mal versuchen, ob ich damit klar komme, mein Englisch ist leider nicht so gut wie es sein sollte.

Ailinels Satz ist also, so wie er ist, in Ordnung?
No elwid i lennath lín ah atholo vae !
Dann werde ich mal die Transkription wagen und Euch das an anderer Stelle auch noch zur Prüfung vorlegen :wink:

Vielen Dank!

~ Ithilwen ~

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Beitrag von Ithilwen » Di Mai 20 2008 16:15

Ich habe hier http://www.sindarin.de/tolkienforum/viewtopic.php?t=461 die Transkription eingestellt, Ihr könnt ja mal schauen, ob das so richtig ist.

Danke!

~ Ithilwen ~

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Beitrag von Ithilwen » Mi Mai 21 2008 20:27

Da ich den Segenswunsch evtl. auch sprechen möchte und nicht nur schriftlich überreichen, habe ich mal einen Versuch für die Aussprache aufgenommen. Zwar kann keiner der Anwesenden Sindarin, würde also Fehler nicht bemerken, aber ich möchte einfach mal feststellen (lassen), ob ich ein Gefühl für diese Sprache habe. Wäre schön, wenn Ihr mal reinhört und mir Eure Meinung sagt. Ich habe die Aussprache eher aus dem Bauch heraus gemacht (natürlich lín lang und ich habe auch versucht, das Doppel-N in lennath lang zu sprechen, wie es im Finnischen [das ja wohl teilweise das Vorbild für die Elbensprachen war] gemacht werden muss).
Hier der Link zur Sounddatei.

~ Ithilwen ~
Zuletzt geändert von Ithilwen am Mi Mai 21 2008 21:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Maewen
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Beitrag von Maewen » Mi Mai 21 2008 20:58

Hört sich schon sehr gut an. Allerdings klingt es in lín eher, als würdest du das n lang sprechen, nicht den Vokal (also in etwa wie linn) - da sollte das i aber lang klingen, wie im Deutschen die ungefähr. Außerdem sollte atholo auf der ersten Silbe betont werden, da die letzten beiden kurz sind.

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Ithilwen
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Beitrag von Ithilwen » Mi Mai 21 2008 21:19

Vielen Dank für die Tipps, Maewen! Hatte mir fast gedacht, dass ich atholo falsch ausspreche :wink:
Dann werde ich mal üben, bis ich den Satz im Schlaf kann. :biggrin:

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