Blutmaid - Vokallängen

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annaeru
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Blutmaid - Vokallängen

Beitrag von annaeru » Mo Aug 15 2016 8:48

Hallo,
ich habe den Namen Blutmaid mal ins Sindarin übersetzt (iâr (Blut) + iell (Mädchen, Maid)) und bin dabei auf ein "Problem" gestoßen. Ich meine nämlich zu wissen, dass in zwei- und mehrsilbigen Wörtern überlange Vokale (hier â) zu einfachen langen Vokalen werden (also á). Demnach müsste das zusammengesetzte Wort dann Iáriell lauten.
Stimmt das jetzt, oder habe ich da einen Fehler gemacht?
Vielen Dank schon mal,
annaeru

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smuecke
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Beitrag von smuecke » Mo Aug 15 2016 14:37

Hallo annaeru,

â und á sind gleich lang, nur schreibt man in einsilbigen Wörtern â und in mehrsilbigen á - ist also nichts weiter als eine Schreibkonvention, vgl. cîr Schiff und círdan Schiffbauer.

Gruß,
smuecke

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Roman
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Beitrag von Roman » Mi Aug 17 2016 13:18

Zusätzlich muss man noch zwischen etymologischer und positioneller Länge unterscheiden: Ein etymologisch langer Vokal ist immer lang, ob man ihn nun í oder î schreibt. In einsilbigen Wörtern werden die Vokale aber in der Regel auch lang, sofern nicht ein Cluster folgt. Diese Länge geht dann in einer Zusammensetzung verloren, z.B. iâth und Doriath oder und Moria. Insbesondere kann ein langes â gar nicht etymologisch sein, weil es sich sonst zu au oder o verschoben hätte. Und genau diesen Fall haben wir hier, es müsste demnach *Iariel heißen.

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