"Ich will nicht sagen, weinet nicht..."

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Amberluin
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"Ich will nicht sagen, weinet nicht..."

Beitrag von Amberluin » Mo Dez 28 2015 15:49

Hallo,
ich würde mir gerne ein Tattoo stechen lassen mit folgendem Schriftzug:
"Ich will nicht sagen, weinet nicht. Denn nicht alle Tränen sind von Übel."
von Gandalf aus die Rückkehr des Königs.
Kann mir das jemand korrekt übersetzten? Bevorzugt mit elbischen Buchstaben, vielen Dank schon mal im voraus! :)


Edit von Celefindel: Theadtitel angepasst.

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Celefindel
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Beitrag von Celefindel » Di Dez 29 2015 22:03

Hallo Amberluin,

wir korrigieren gerne, erwarten aber auch etwas Mithilfe. Wenn wir dir bei der Übersetzung helfen sollen, musst du schon selbst etwas dafür tun, etwa die Wörter auf unserer Seite zumindest heraussuchen. Gerade für Tattoos ist das sinnvoll, denn kannst du sonst sagen, was da drauf steht? Ich habe schon etliche Leute mit elbischen Tattoos gesehen, die nichts als eine Buchstabenabfolge beinhalten. Ich denke nicht, dass du das haben möchtest für den Rest deines Lebens ;)

Phenolphthalein
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Beitrag von Phenolphthalein » Mi Jan 13 2016 1:13

úthelin peded, no bennir. an úban nîr ogol.

Hallo, ich bin neu hier! (Das ist nur eine Warnung, dir das nicht stechen zu lassen ;) )
Ich fand den Spruch ganz interessant und hab mich dran probiert.

úthelin peded ähnlich wie aníra peded.
pennir soll ein Kunstwort sein, vielleicht tränenlos. Ich bin mir aber noch unsicher, ob das hier weich wird oder nicht.
Wegen des kausalen Zusammenhangs: Wenn ich auf Nummer sicher gegangen wäre, hätte ich das "an" gestrichen und das "denn" im Kontext gelassen. Das soll sowas heißen wie ein verkürztes "dafür, dass..." um die Pointe einzuleiten.
Bei úban bin ich mir auch nicht ganz sicher... also ú+pân.

Was meint ihr dazu?
Über ne Fehleranalyse würde ich mich richtig freuen!

Wie das aber aussieht in dieser Schrift, hab ich keine Ahnung.

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Roman
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Beitrag von Roman » Mi Jan 13 2016 14:15

Was meint ihr dazu?
Über ne Fehleranalyse würde ich mich richtig freuen!
Für den ersten Satz ist das schon ziemlich gut. :-)
Wenn ich auf Nummer sicher gegangen wäre, hätte ich das "an" gestrichen und das "denn" im Kontext gelassen.
Würde ich auch so machen, weil kausales an in Sindarin nicht belegt ist. Laut PE17 ist der Stamm dafür auch vielleicht eher AM-, da läuft man also in allerlei Probleme.
pennir soll ein Kunstwort sein, vielleicht tränenlos. Ich bin mir aber noch unsicher, ob das hier weich wird oder nicht.
Kann man so machen, und ja - es wird vermutlich leniert. Ich würde dann aber doch direkter *niria- oder *ninia- "weinen" rekonstruieren und für den ersten Teil schreiben: *Ú-bedithon 'avo ninio' "Ich will nicht sagen, weinet nicht". Das sogenannte Futur ist in Sindarin bereits volitiv (drückt eine Absicht aus, siehe hier), ein Einfügen von thel- ist also nicht nötig.
Bei úban bin ich mir auch nicht ganz sicher... also ú+pân.
Hier hat man das Problem, dass wir nur die Verbverneinung ú- mit SIcherheit kennen. Es gibt noch û, was als Adverb geführt wird, wenn ich mich recht erinnere, aber wir haben keine Beispielsätze, sodass die Wortstellung unklar ist. In jedem Fall fungiert pân "alle" wie ein nachgestelltes Adjektiv, il "alle" wie ein vorgestellter Quantifizierer; und man braucht den Plural von ogol, der zum Glück attestiert ist.
Alles in allem vielleicht *Û nîr bain eigil, *Û il nîr eigil oder so etwas - schwer zu sagen..

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