Habe Mut...

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Don Marannon
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Habe Mut...

Beitrag von Don Marannon » Do Jan 30 2014 1:26

Hey Ho ihr Lieben,

ich versuche schon seit einigen Tagen sinngemäß Kants Interpretation der altgriechischen Phrase sapere aude, Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, ins elbische zu übersetzen. Fragt nicht warum, dass ist eine lange Geschichte. Aber zusammen mit eurem Wörterbuch, und dem offiziellen kleinen roten Büchlein welches ich mir zugelegt habe, bekomme ich nicht einmal alle Worte heraus die ich brauche, geschweige denn weiß ich, wie es am Ende mit der Grammatik aussieht - welches Wort wohin und wie kommt dann auch noch der Imperativ ins Spiel...

Bisher habe ich eine bloße lückenhafte Übersetzung und ich würde mich freuen wenn ihr mir aushelfen könntet!

Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Gar- huor le ------ garn hannas an ---------!

Achso, falls wir es irgendwie hinbekommen jenen alten Satz in die noch ältere Sprache der Elben zu übersetzen... hat Tolkien auch gesagt wie genau man das dann in die Tengwar kriegt? Das wäre Ziel.

Würde mich über Antworten und Hilfe freuen!

Bis bald :-)

Heledir
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Beitrag von Heledir » Do Jan 30 2014 22:57

Hallo!

Ich würde ganz vorsichtig das hier vorschlagen (wobei ich aber noch lange kein Profi bin, ich übe auch noch ;) )

Garo i 'orn iuitho i channas gîn.
(Habe den Mut, deinen Verstand zu benutzen)

Das, was bei dir "Mut" heißen soll (huor), stammt vermutlich aus dem roten Buch, oder? Das ist leider voller Fehler und gar nicht zu empfehlen...

Was meinen Versuch angeht, bin ich vor allem unsicher, wie man das "zu benutzen" übersetzt... Auf sindarin.de habe ich dazu nichts finden können.

Don Marannon
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Beitrag von Don Marannon » Fr Jan 31 2014 4:33

Hey, da lag ich ja... weit daneben. Da kauft man sich ein Buch für über 20,- € und dann ist es nichtmal richtig... Geflixt.

Wie sicher bist du dir mit deiner Übersetzung?

Ich habe mal recherchiert wegen den Tengwar und habe eine Schrift für Word gefunden die zwar nicht alle deutschen Buchstaben kann, aber immerhin alle die von Nöten sind. Das i und das e überdecken sich zwar häufig (würde man sie per Hand nebeneinander schreiben?) aber a sich gehts, habe den deutschen Satz eingegeben und es sieht... überzeugend aus. Wenn ich wüsste wie ich ein Bild anhängen könnte ohne es hochzuladen würde ich es tun.

Hat noch irgendwer was an Heledirs Übersetzung auszusetzen? Ich habe wie gesagt eher so Semi-Ahnung von dieser Sprache... gut zugegeben keine.

Danke dir, Heledir, für die zeitnahe Antwort. Ich würde mich aber über Gewissheit freuen.

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smuecke
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Beitrag von smuecke » Fr Jan 31 2014 20:31

Hallo zusammen!

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man den Ausdruck den Mut haben, etwas zu tun so 1:1 übernehmen kann, vor allem mit dem Verb gar- als haben im Sinne vom Besitzen einer Eigenschaft. Könnte gut sein, dass man das so sagen kann, aber um das zu umgehen, könnte ich mir auch eine parataktische Formulierung vorstellen:
  • No beren, iuitho i channas lîn!
    Sei mutig, gebrauche deinen Verstand!
Dabei wäre ich mir zumindest sicherer als mit dieser Infinitiv-Konstruktion :D

Gruß,
smuecke

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Celefindel
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Beitrag von Celefindel » Sa Feb 01 2014 17:35

Don Marannon hat geschrieben: Ich habe mal recherchiert wegen den Tengwar und habe eine Schrift für Word gefunden die zwar nicht alle deutschen Buchstaben kann, aber immerhin alle die von Nöten sind. Das i und das e überdecken sich zwar häufig (würde man sie per Hand nebeneinander schreiben?) aber a sich gehts, habe den deutschen Satz eingegeben und es sieht... überzeugend aus.
Achtung bei den Tengwar für den Pc, wenn du es noch nicht weißt. Sie haben eine andere Tastaturbelegung, dh. wenn du zB. t drückst, kommt sicher kein Tengwar-t raus. Du musst die Schrift lernen bzw. wissen, welche Buchstaben du brauchst, damit du sie anwenden kannst. Und dann überschneiden sich i und e auch nicht, weil das gar nicht stimmt mit diesen Zeichen ;)
Guck mal da: viewtopic.php?t=188

Don Marannon
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Beitrag von Don Marannon » Sa Feb 01 2014 18:57

Danke euch für die Antworten. Zu den Tengwar: Wenn die Word-Version nicht stimmt, wie soll ich dann je die richtigen Tengwar herausfinden? Warum ist t nicht gleich t? Und wenn das rote Buch falsch ist und ich auch nicht darauf zurückgreifen kann, worauf dann? Ich weiß nämlich nicht wie das Tengwar-Schriftsystem funktioniert. Tut mir Leid, ich verzweifle gerade. Ich würde gerne ersteinmal eine Transkription hinkriegen, aber wie gesagt, wo anfangen?

Nochmal danke für euer Engagement, aber irgendwie fühle ich mich immernoch sehr hilflos :-(

Wie kann ich, fürs erste, den Text RICHTIG transkriptieren...wenn das das richtige Wort ist...?

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smuecke
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Beitrag von smuecke » So Feb 02 2014 13:24

Du kannst den Text richtig transkribieren, indem du lernst, wie Tengwar funktionieren, und dann erst einmal einen ersten Versuch mit Stift und Papier machst, statt direkt am Computer. Viele Einsteiger werden durch die Tengwar-Fonts verwirrt, weil sie eben nicht so funktionieren, dass man einfach drauf los tippen kann.

Um dir das anschaulicher zu machen:
Um die Grußformel mae govannen mit der Schriftart Tengwar Annatar am Computer richtig zu transkribieren, muss man folgendes eintippen:
  • tlD xrY5{#5$
Wie gesagt, suche dir eine Webseite heraus, die erklärt, wie Tengwar funktionieren (z.B. unter dem Link, den Celefindel dir schon gegeben hat), mache einen ersten Versuch auf Papier, mach ein Foto davon und stelle das hier ins Forum, damit wir ggf. korrigieren können. Danach kannst du dir Gedanken über eine Umsetzung mit einer Tengwar-Schriftart am Computer machen ;)

Gruß,
smuecke

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Roman
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Beitrag von Roman » So Feb 02 2014 16:12

Dabei wäre ich mir zumindest sicherer als mit dieser Infinitiv-Konstruktion
Sicherer wäre es schon, nur die Bedeutung ist dann irgendwie nicht dieselbe.. Ich würde zu *Savo vereth iuithad e-channas lîn tendieren, wobei *bereth iuithad hannas doppelter Genitiv ist: "der Mut der Benutzung des Verstandes".
No beren, iuitho i channas lîn!
Hier würde ich nach no lenieren.

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smuecke
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Beitrag von smuecke » Mo Feb 03 2014 13:48

Worin liegt der Unterschied zwischen gar- und sav- ?

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Avorninnas
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Beitrag von Avorninnas » Mo Feb 03 2014 17:58

Vermutlich ähnlich wie in Latein zwischen tenere und habere - das eine ist mehr "haben", (fest-)halten", das andere einfach "(etwas) haben".

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Celefindel
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Beitrag von Celefindel » Di Feb 04 2014 19:07

Don Marannon hat geschrieben:Danke euch für die Antworten. Zu den Tengwar: Wenn die Word-Version nicht stimmt, wie soll ich dann je die richtigen Tengwar herausfinden? Warum ist t nicht gleich t? Und wenn das rote Buch falsch ist und ich auch nicht darauf zurückgreifen kann, worauf dann? Ich weiß nämlich nicht wie das Tengwar-Schriftsystem funktioniert. Tut mir Leid, ich verzweifle gerade. Ich würde gerne ersteinmal eine Transkription hinkriegen, aber wie gesagt, wo anfangen?

Nochmal danke für euer Engagement, aber irgendwie fühle ich mich immernoch sehr hilflos :-(

Wie kann ich, fürs erste, den Text RICHTIG transkriptieren...wenn das das richtige Wort ist...?
Lies dir doch mal den Link durch, den ich dir gepostet habe, da sollte alles stehen, was deine Fragen beantwortet. :)

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