Friedenstaube

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smuecke
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Friedenstaube

Beitrag von smuecke » Do Jan 12 2012 0:45

Hallo zusammen,

ich würde gern Friedenstaube übersetzen.

"cugu e-hîdh" ist mir eigentlich klar. Aber wie ist das, wenn ich das als zusammengesetztes Substantiv übersetzen will?

"sîdhgugu" klingt mir irgendwie falsch.. :D Mehr als die Information, das weiche Mutation beim Zusammensetzen von Substantiven auftritt, habe ich aber nicht.

Ich nehme ja an, dass dh und c irgendwie assimiliert werden. Gibt es da vielleicht Tabellen, die zeigen, zu was verschiedene Laute "verschmelzen" wenn sie aufeinandertreffen?

Gruß,
Sascha

Ailinel
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Re: Friedenstaube

Beitrag von Ailinel » Do Jan 12 2012 7:10

Vielleicht *sídgugu, vgl. Ardgalen, offenbar resultierend aus ardh + calen, (WJ).
Solche Tabellen, wie du sie suchst, gibt es in der Sekundärliteratur meines Wissens nur bei David Salo, in dem Kapitel über Compounds.
(Seither ist aber viel neues Material veröffentlicht worden. Möglich, dass Salo eine neue Ausgabe herausbringt, falls durch die Hobbit-Filme wieder breiteres Interesse aufkommt.)

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Roman
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Beitrag von Roman » Fr Jan 13 2012 0:49

Die Frage ist nur, ob es sich bei Ardgalen nicht um eine Schreibweise von *Ardhgalen handelt, siehe den Kommentar bzgl. Enedhwaith in VT42:20.
Gibt es da vielleicht Tabellen, die zeigen, zu was verschiedene Laute "verschmelzen" wenn sie aufeinandertreffen?
Jo, die nennen sich "Mutationstabellen" ;-). Bei Zusammensetzungen ist aber zu unterscheiden, wann sie gebildet werden. Treten die Wörter spät in Kontakt, finden wir gewöhnlich Lenition ohne viel Angleichung. Bei alten Zusammensetzungen ist es mehr oder weniger die Mutation.
Für das gegebene Beispiel wäre das Paradigma von adh- 'by, near, beside' (PE17:145) relevant, gemäß diesem bekommt man a ch-. In einer Zusammensetzung würde ich aber nicht erwarten, dass der erstere Laut einfach wegfällt - vielleicht wäre *sicchugu analog zu arod + hîr: arāt-chír > Aracchír (VT41:9) zu erwägen.

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