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Was ist Sindarin überhaupt?
Sindarin ist keine reale Sprache, sondern eine erfundene Sprache (auch "Kunstspache" oder "Plansprache" genannt).
Sie basiert stark auf dem Walisischen. J.R.R. Tolkien, Professor für
englische Philologie und Autor von Büchern wie Der kleine Hobbit und Der Herr der Ringe hat neben einigen anderen Sprachen auch die Elbensprachen Quenya und Sindarin erdacht, um diese in seinen Erzählungen über Mittelerde einfließen zu lassen. (Naja, eigentlich war es umgekehrt: Tolkien hat sich Mittelerde eigentlich nur deshalb ausgedacht, weil er einen passenden Hintergrund für seine erfundenen Sprachen haben wollte...)
Dabei ist Sindarin nicht gleich Sindarin. Wir haben keine zusammenhängende
Grammatik vorliegen, sondern nur lauter Essays, Schmierzettel, Wortlisten etc.,
aus denen Tolkiens Ideen rekonstruiert werden müssen. Erschwerend kommt dazu,
dass er seine Meinung ständig geändert hat oder sich oft nicht entscheiden
konnte. Typisch stürzte er sich auf einen kleinen Aspekt der Sprache,
entwickelte ihn ausführlich mit Bezügen auf die Sprachgeschichte und auf andere
Aspekte. Dann merkte er aber, dass dieses Widersprüche mit dem erzeugte, was er
anderswo geschrieben hatte. Er fing an, alles zu ändern, was aber auch nicht
viel brachte. Schließlich brach er einfach ab und legte die Manuskripte zur
Seite.
Nicht erstaunlich ist also, dass Leser dieser Manuskripte ganz unterschiedliche
Wahrnehmungen der Sprachen haben und es oft Streit darüber gibt, wie bestimmte
Dinge zu interpretieren sind. Da Tolkiens Notizen immer noch nicht ganz
veröffentlicht sind, kommen mit neuen Publikationen immer mehr Erkenntnisse
hinzu und viele Dinge werden mit der Zeit veraltet. So unterscheidet sich
diejenige Sprache, die in der Filmtrilogie verwendet wird, in vielen Punkten von
dem, was auf dieser Seite steht. Und in anderen Quellen wird wiederum etwas
anderes stehen. Rekonstruktionen werden in der hiesigen Grammatik aber als
solche markiert und teilweise mit Argumenten untermauert.
Woher stammen die Informationen auf der Webseite?
Alle Informationen über Sindarin stammen aus den verschiedenen Werken Tolkiens,
insbesondere der History of Middle-earth und den beiden Zeitschriften
Vinyar Tengwar und Parma Eldalamberon. Siehe hierzu die
Ressourcen-Übersicht.
Kann man Sindarin fließend sprechen?
Nein. Denn dazu ist der Umfang des Wortschatzes viel zu klein. Tolkien hat Sindarin hauptsächlich für Namen von Personen und geografischen Orten sowie für Gedichte verwendet. Das hat zur Folge, dass wir nur sehr wenig Wörter kennen, die man in alltäglichen Unterhaltungen braucht. Auf die Frage "Gibt es denn kein Wort für xxx im Sindarin?" muss die Antwort also lauten "Doch, wahrscheinlich schon, aber wir kennen es nicht".
Was mache ich, wenn mir für eine Übersetzung bestimmte Wörter fehlen?
Ein wichtiger Hinweis: Versuche nie, einen deutschen Satz einfach Wort für Wort ins Sindarin zu übersetzen! Das geht so gut wie immer schief (auch was den Satzbau betrifft). Versuche stattdessen, die Aussage des Satzes zu übersetzen und suche nach sinnverwandten Wörtern. Überlege, welche Wörter man noch verwenden kann, um die gleiche Aussage zu erhalten. Bedenke auch, dass viele Wörter im Deutschen oft mehrere Bedeutungen besitzen, für die es im Sindarin möglicherweise jeweils eigene Wörter gibt. Beispiel: das deutsche Wort "machen" kann sowohl eine Handlung (Sindarin: car-) als auch die
Fertigung eines Gegenstandes (Sindarin: echad-) beschreiben.
Gibt es Bücher über Sindarin?
Ja, siehe die
Rezensionen-Seite.
Wie übersetze ich meinen Namen ins Sindarin?
Siehe die Hinweise zur Namensliste.
Wo gibt es Infos über die Sindarin-Dialoge im HdR-Film?
Zum Beispiel auf der Seite "Elvish dialog list".
Wie verhalte ich mich im Forum bzw. im Board?
Siehe die
Forenregeln.
Was heißt "ich liebe dich" auf Sindarin?
Vermutlich le melin. Übrigens heißt alae nicht "hallo" und
atenio nicht "auf Wiedersehen".